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Einzelhandelskauffrau

Beruf Einzelhandelskauffrau: Unzählige Möglichkeiten

Jobprofil ErzieherEinzelhandelskaufleute - Ohne sie bliebe der Einkaufswagen leer

Stand 07.09.18 Das Berufsprofil des Einzelhandelskaufmanns belegt in Umfragen regelmäßig die vordersten Plätze bei den beliebtesten Ausbildungsberufen. Wie die Ausbildung abläuft und welche beruflichen Perspektiven sich Einzelhandelskaufleuten eröffnen, erfährst du in diesem Artikel. Ebenfalls bekommst du eine Übersicht an aktuellen Stellenangeboten, sowohl aus allen großen Jobbörsen und aus Jobs die über Twitter verbreitet werden. 

 

 

 

Fähigkeiten und Voraussetzungen

Der Beruf der Einzelhandelskauffrau ist ein kaufmännischer Beruf, bei dem der Kundenkontakt im Vordergrund steht und soziale Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeit sowie ein Beratungs- und Verkaufstalent zu den wichtigsten Eigenschaften gehören. Auch ein gepflegtes Äußeres sowie ein sicheres Auftreten sind wichtig. Denn der erste Eindruck entscheidet darüber, ob der Kunde die Kauffrau als kompetent einstuft.

Hinsichtlich der anfallenden betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten sind Eigenschaften wie Organisationstalent, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefragt.

 

Hier das konkrete Anforderungsprofil

  • Fähigkeit, sich selbst zu organisieren und Abläufe effizient zu planen
  • Kenntnisse im jeweiligen Produktbereich (Gartenartikel, Bekleidung, Lebensmittel usw.)
  • Einfühlungsvermögen, um Kunden gezielt beraten zu können
  • Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft - Dienstleistungsmentalität
  • kaufmännisches Interesse und gute Fähigkeiten in Mathematik
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • aufgeschlossenes Wesen
  • gutes Auge für formschöne Dekoration
  • fundierte fachliche Ausbildung

 

Passt der Job zu mir?

Eine Lehre zur Einzelhandelskauffrau ist dann das Richtige für dich, wenn du von vornherein ganz bestimmte Eigenschaften mitbringst. Andere Eigenschaften sind hingegen für die Ausübung dieses spannenden Berufs hingegen nicht besonders förderlich.

 

Kauffrau/-mann im Einzelhandel solltest du werden, wenn 

  • du instinktiv weißt, wie sich Produkte gut verkaufen lassen,
  • spontane Rechenaufgaben Dir keine Schwierigkeiten bereiten,
  • du gut mit Menschen umgehen kannst und ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehst.

 

Kauffrau/-mann im Einzelhandel ist hingegen dann nicht die richtige Berufswahl, wenn 

  • du konfliktscheu bist und es dir nicht leichtfällt, im Rahmen einer Diskussion freundlich zu bleiben,
  • Samstags-Arbeit für dich tabu ist,
  • du nicht den gesamten Tag laufen oder stehen möchtest,
  • der Umgang mit Menschen Dir keine Freude bereitet.

 

Welcher Schulabschluss ist notwendig?

Streng genommen existieren formal keine bestimmten Voraussetzungen, um die Ausbildung absolvieren zu dürfen. Im Allgemeinen stellen die Betriebe jedoch überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Kannst du mindestens diesen Schulabschluss vorweisen, musst du in der Regel ein Einstellungstest sowie darauffolgend ein Vorstellungsgespräch im Unternehmen erfolgreich bestehen, um die Ausbildung beginnen zu können.
 

Warum sollte ich also Einzelhandelskauffrau werden?

Um die Zukunftsaussichten muss es Angestellten im Einzelhandel nicht bange sein. Mit 3 Millionen Arbeitnehmern gehört die Branche zu den beschäftigungsstärksten in Deutschland. Und es werden jedes Jahr mehr, zumal die Handelsbetriebe weitere Arbeitsplätze aufbauen und damit neue Beschäftigungschancen eröffnen. Aktuell sichert der Einzelhandel jeden zwölften Arbeitsplatz.

Weil die Arbeitsplätze zudem an den Standort Deutschland gebunden sind, ist die Branche von weltwirtschaftlichen Schwankungen weitaus weniger als andere Branchen betroffen. Demnach gelten die Arbeitsplätze im Einzelhandel als sicher. Kein Wunder, dass somit die Ausbildungsquote hier seit mehreren Jahren über dem Durchschnitt liegt.

Zudem bietet der Einzelhandel ihren Angestellten ausgezeichnete Perspektiven, schließlich ist die Karriere mit Lehre in der Branche der Normalfall.

Ansonsten besteht über eine Zusatzqualifikation, Weiterbildung oder Studium die Möglichkeit, sich für verantwortungsvollere Tätigkeiten zu empfehlen. Die Vielzahl an Fachrichtungen und Aufgaben machen das Berufsbild besonders spannend und abwechslungsreich.



 

Ausbildung

Die Lehre zum Einzelhandelskaufmann sieht eine duale Ausbildung vor, welche parallel in der Berufsschule sowie im Lehrbetrieb absolviert wird. Der Berufsschulunterricht findet entweder im Block oder an bestimmten Wochentagen (8-12 Stunden/Woche) statt.
 

Wie lange dauert die Ausbildung?

Sie erstreckt sich auf 3 Jahre. Wer über eine höhere schulische Ausbildung (mindestens mittlere Reife) verfügt, kann die Ausbildungszeit um bis zu 12 Monate verkürzen.

 

Wie verläuft die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann besteht aus einem schulischem und einem praktischen Teil. Der genaue Ablauf ist wie folgt:

 

Schulische Ausbildung

In der Berufsschule werden die theoretischen Inhalte vermittelt. Um besondere Verkaufssituationen zu bewältigen, werden hier beispielsweise Verkaufsgespräche durchgeführt. Während der ersten zwei Ausbildungsjahre stellen zudem auch preispolitische Maßnahmen ein wichtiges Lernfeld dar. Dabei geht es darum, wie derartige Maßnahmen vorzubereiten und durchzuführen sind.

Das letzte Ausbildungsjahr fokussiert sich auf die Planung von Personaleinsätzen, die Steuerung von Geschäftsprozessen sowie auf die Entwicklung und Planung eines Einzelhandelsunternehmens.

 

Welche Fächer sind wichtig?

Hierbei handelt es sich um folgende Schulfächer: 

  • Allgemeinbildender Unterricht: Sport, Sozialkunde, Deutsch, Religionslehre
  • Fachlicher Unterricht: Kundenorientiertes Verkaufen (KV), Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (KSK), Einzelhandelsprozesse (EHP), Englisch

 

Was sind die Inhalte in der schulischen Ausbildung?

Folgende Punkte stellen die elementaren Bestandteile der Ausbildung in der Berufsschule dar: 

  • Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln
  • Personaleinsatz produktiv planen und Mitarbeiter führen
  • Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden
  • Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern
  • Besondere Verkaufssituationen bewältigen
  • Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen
  • Geschäftsprozesse effektiv erfassen und kontrollieren
  • Waren sachgerecht annehmen, lagern und pflegen
  • Waren beschaffen
  • Werbung und Verkaufsförderung
  • Warenpräsentation
  • Kunden im Servicebereich Kasse betreuen und informieren
  • Verkaufsgespräche kundenorientiert führen
  • Einzelhandelsunternehmen angemessen repräsentieren

 

Wie verläuft die Abschlussprüfung?

Die Prüfung im Rahmen der Ausbildung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres ist der erste Teil als Zwischenprüfung abzulegen. Vorgesehen sind dabei folgende schriftlichen Prüfungsschwerpunkte: 

  • Sozial- und Wirtschaftskunde
  • Rechnungswesen und Warenwirtschaft
  • Marketing und Verkauf

Nach Beendigung des dritten Ausbildungsjahres folgt der zweite und abschließende Teil, die Abschlussprüfung. Diese besteht aus folgenden Prüfungsbereichen: 

  • Fallbezogenes Fachgespräch, welches eine praxisbezogene Aufgabe umfasst
  • Schriftliche Prüfung im Bereich "Geschäftsprozesse im Einzelhandel"

  

Betriebliche Ausbildung

Die betriebliche Ausbildung gestaltet sich je nach Ausbildungsjahr wie folgt:

 

1. Ausbildungsjahr im Betrieb

 Im Rahmen der betrieblichen Ausbildung lernen angehende Einzelhandelskaufleute alle elementaren Kenntnisse im Bereich des Ein- und Verkaufs von Waren sowie der Kundenberatung.

Einen hohen Stellenwert nehmen Verkaufsgespräche auch in der Praxis ein. Die Berufseinsteiger erhalten deshalb auch Einblicke im Umgang mit möglichen Konfliktsituationen.

Darüber hinaus erfolgt eine Einführung in die unterschiedlichen Prozesse rund um den Kassenbereich - wie das Erstellen von Kalkulationen, die Vornahme von Kassenabrechnungen oder die Entgegennahme verschiedener Zahlungsmittel.

Ein weiterer Bestandteil des ersten Ausbildungsjahres umfasst die Kundeninformation über aktuelle Serviceleistungen und Werbemaßnahmen.

Ebenfalls geht es darum, wie Inventuren durchgeführt, Waren gelagert und Lieferungen angenommen und kontrolliert werden.

 

2. Ausbildungsjahr im Betrieb

Im zweiten Ausbildungsjahr sollen die Auszubildenden über eine bestimmte Qualifikationseinheit, die frei gewählt werden kann, weitere Kenntnisse erwerben. Wählen kannst du unter folgenden Bereichen: 

  • Marketingmaßnahmen:

Zentral sind hierbei Kundenservice, -bindung, visuelle Verkaufsförderung sowie Werbung. 

  • Kasse

Diese Lehreinheit befasst sich mit dem Kassieren, Kassensystem sowie den Services an der Kasse. Zudem erlernen die Azubis den Umgang mit Reklamationen, Beschwerden und Warenumtausch. 

  • Beratung und Verkauf

Im Mittelpunkt stehen professionelle Beratungs- und Verkaufsgespräche, insbesondere auch der kundenorientierte Umgang in schwierigen Gesprächssituationen. 

  • Warenannahme und -lagerung

Hierbei Erlernen die angehenden Einzelhandelskaufleute alles Wichtige rund um Warenkontrolle, -annahme und Bestandssteuerung. Ein bedeutsamer Aspekt ist auch die Warenlagerung.

 

3. Ausbildungsjahr im Betrieb

Im dritten und letzten Jahr kommen zu dem bestehenden Pflichtbaustein drei weitere Qualifikationseinheiten hinzu, die ebenfalls nach Belieben gewählt werden dürfen. Zur Verfügung stehen dabei folgende Gebiete:

  • Grundlagen unternehmerischer Selbstständigkeit

Welche Kenntnisse und Voraussetzungen erforderlich sind, um später einen Einzelhandelsbetrieb selbständig führen zu können, lernen Auszubildende in diesem Modul. 

  • Personal

Hierbei vermitteln die Ausbilder alles Wichtige rund um die Mitarbeiterführung. Zum Inhalt gehören etwa die unterschiedlichen Methoden und Ziele der Personalplanung, Konfliktstrategien und die Bereiche Arbeits- und Sozialrecht. 

  • IT-Anwendungen

Erlernt wird der Umgang mit der Datenauswertung und -aufbereitung, mit E-Business und E-Commerce sowie der handelsspezifischen Datenverarbeitung. Die Erstellung und Pflege digitaler Datenbanken sowie die Optimierung des Warenwirtschaftssystems fallen ebenfalls darunter. 

  • Marketing

Zu den Inhalten dieses Programms zählen Maßnahmen des Zielgruppenmarketings, die Konkurrenzanalyse, das Standortmarketing sowie die Auswertung und Durchführung verkaufsfördernder und strategisch wichtiger Aktivitäten. 

  • Kaufmännische Kontrolle und Steuerung

Hier eignen sich die Azubis Wissen über die Kosten- und Leistungsrechnung als Kontroll- sowie Informationssystem und die Steuerung auf Basis von Kennziffern an. Vermittelt werden auch Kenntnisse über die betriebliche Erfolgsrechnung und die Preisbildung. 

  • Warenwirtschaftliche Analyse

Auf dem Lehrplan stehen das Erstellen von Unterlagen zu Produktlebenszyklen wie auch der Umgang mit Leistungskennziffern und Umsatzstatistiken. Die Organisation von Inventuren und das Auswerten von Lagerstatistiken sind weitere Lehrinhalte. 

  • Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft

Rechtsgrundlagen, Zahlungsverkehr, Bestellwesen, Bestandskontrollen und Sortimentsgestaltung sind die Kernpunkte. 

  • Beratung, Ware, Verkauf

Hier werden vom Azubi erweiterte Kenntnisse im Warenumgang, in Strategien zur Konfliktlösung und in der Kommunikation mit Kunden erworben.

 

Das Berichtsheft

Darüber hinaus haben die Azubis in der Regel über die gesamte Dauer der Ausbildung ein Berichtsheft zu führen. Mit einem Berichtsheft dokumentiert der Auszubildende seine wöchentlichen Tätigkeiten. Der jeweilige Ausbilder unterzeichnet das Berichtsheft zumeist nach Ablauf je einer Woche. Nur ein vollständiges Berichtsheft berechtigt zur Abschlussprüfung. Wer möchte, kann unter bestimmten Voraussetzungen danach studieren.

 

Teilzeitausbildung

Eine Ausbildung in Teilzeit ist nach § 8 des Bundesbildungsgesetzes (BBiG) dann möglich, wenn es sozusagen ein berechtigtes Interesse gibt, welches einer Vollzeit-Ausbildung entgegensteht.

Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn der angehende Azubi ein eigenes Kind oder einen pflegebedürftigen Angehörigen zu versorgen hat. Die Ausbildungszeit muss sich allerdings auf mindestens 25 Stunden pro Woche belaufen.

Ferner betrifft die Teilzeitregelung ausschließlich die betriebliche Ausbildung, nicht die in der Berufsschule. Die Zeiten in der Berufsschule fließen aber in die Gesamtarbeitszeit ein. Anteilig berechnet werden in solchen Fällen sowohl die Urlaubstage wie auch die Vergütung.

Der Ausbildungsbetrieb muss grundsätzlich einen Antrag bei der zuständigen Kammer einreichen.

 

Staatliche Förderung der Ausbildung

Fehlen die finanziellen Mittel zur Finanzierung einer Ausbildung, können Azubis unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Unterstützungsleistungen beantragen. In Betracht kommen können BAföGBerufsausbildungsbeihilfe (BAB), Sozialgeld, ALG II, Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) sowie weitere Fördermöglichkeiten über die Arbeitsagentur.


 

 

Tätigkeiten und Aufgaben einer Einzelhandelskauffrau

Was macht ein Einzelhandelskaufmann? Die Tätigkeiten und Aufgabenfelder einer Einzelhandelskauffrau gestalten sich wie folgt:

Das Tätigkeitsfeld der Einzelhandelskauffrau ist sehr facettenreich. Vor allem gehören die Beratung von Kunden sowie der Verkauf von Waren zu ihren Kernaufgaben.

Darüber hinaus spielt auch der Umtausch von Waren wie auch die Entgegennahme von Reklamationen eine wichtige Rolle.

Sie trägt die Verantwortung für den gesamten Ein- sowie Verkaufsprozess der Produkte, was unter anderem die Bestellung der benötigten Waren umfasst.

Angestellte in Einzelhandelsbetrieben müssen ferner die bestellten Produkte in den Verkaufsräumen ansprechend sowie kundenorientiert platzieren und ordnungsgemäß lagern.

An der Kasse rechnen sie die vom Kunden gewünschten Produkte ab und stehen für konkrete Fragen rund um einzelne Waren zur Verfügung.

Nicht zuletzt übernehmen Einzelhandelskaufleute betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungs- und Personalwesen und wirken aktiv bei Marketingaktionen sowie der Sortimentsgestaltung mit.

  

Was zieht eine Einzelhandelskauffrau an?

Viele Betriebe schreiben eine einheitliche Berufsbekleidung mit Geschäftslogo vor, etwa strapazierfähige Vorbinder und Schürzen. Mit einer sauberen sowie gut gebügelten Hose, Hemd, Bluse oder Shirt kannst du fast nichts falsch machen.

Als unangemessen gekleidet werden oft etwa weibliche Angestellte mit bauchfreien Tops sowie Hotpants und extrem kurzen Röcken angesehen.


 

Gehalt

Die Gehälter im Einzelhandel werden maßgeblich von Ausbildung, Erfahrung, Alter sowie Position im Betrieb geprägt. Das Durchschnittsgehalt fällt wie folgt aus:

 

Was verdient ein Einzelhandelskaufmann während der Lehre?

Die Höhe der Ausbildungsvergütung brutto richtet sich nach dem Ausbildungsjahr: 

  • Ausbildungsjahr: 591 Euro (530 Euro in den neuen Bundesländern)
  • Ausbildungsjahr: 661 Euro (594 Euro in den neuen Bundesländern)
  • Ausbildungsjahr: 759 Euro (683 Euro in den neuen Bundesländern)

 Obendrauf gewähren einige Betriebe noch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

 

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Einzelhandelskaufmann?

Haben die beiden Tarifpartner im Handel - Arbeitgeberverband und Gewerkschaft - einen Kollektivvertrag geschlossen, so gilt für die Angestellten des Handelsbetriebs der ausgehandelte Lohn. Direkt im Anschluss an die Ausbildung beläuft sich das Einstiegsgehalt in der Regel auf etwa 1.700 bis 2.000 Euro brutto im Monat

 

Spitzengehalt

Mit höherer Position steigt auch der Gehaltsanspruch. Filialleiter in größeren Betrieben können mit einem Verdienst von etwa 3.000 Euro monatlich vor Steuer rechnen. Ein Abteilungsleiter erhält im Jahr bis zu 55.000 Euro oder mehr. Regionalverkaufsleiter können sogar ein jährliches Spitzengehalt im sechsstelligen Euro-Bereich erzielen.

 

Wo verdient man am besten als Einzelhandelskaufmann?

Zwar bezahlt die Branche zumeist streng nach Tarif. Es gibt allerdings auch Betriebe, die übertarifliche Gehälter in Aussicht stellen. Statistisch betrachtet fällt der Verdienst bei gleichartigem Beruf im Südwesten der Republik am höchsten aus.

Einige große Lebensmitteldiscounter orientieren sich zwar am Tarifvertrag, gewähren jedoch einen internen Mindestlohn, ein 13. Monatsgehalt, übertarifliche Zulagen oder Urlaubsgeld.

Je größer das Unternehmen, desto besser ist zumeist die Bezahlung. Ferner wächst der Lohn mit wachsender Betriebszugehörigkeit.

 

Die bestbezahlten Branchen für Einzelhandelskaufleute: 

  1. Supermärkte und Kaufhäuser
  2. Betriebe für Möbeln/Einrichtungsgegenständen
  3. Unternehmen für Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmitteln, Metallwaren
  4. Firmen für Tapeten, Vorhänge, Teppiche, Fußbodenbeläge
  5. Betriebe für Geräte der Kommunikations- und Informationstechnik
  6. Unternehmen für elektrische Haushaltsgeräte
  7. Firmen für Schmuck und Uhren
  8. Betriebe für Bücher
  9. Unternehmen für Textilien
  10. Firmen für Bekleidung
  11. Betriebe für Tabakwaren, Getränke, Genuss-/Nahrungsmittel


 

Arbeitgeber und Branchen

 

Wo arbeitet ein Einzelhandelskaufmann?

Grundsätzlich lassen sich etwa folgende Fachrichtungen unterscheiden:

  • Uhren- und Juwelenberatung
  • Textilhandel
  • Telekommunikation
  • Sportartikel
  • Schuhe
  • Parfümerie
  • Lebensmittelhandel
  • Kraftfahrzeuge und Ersatzteile
  • Gartencenter
  • Feinkostfachverkauf
  • Elektro- und Elektronikberatung
  • Eisen- und Hartwaren
  • Einrichtungsberatung
  • Baustoffhandel
  • Allgemeiner Einzelhandel

  

Was für unterschiedliche Arbeitgeber gibt es?

Die Arbeitgeber sind ebenso vielschichtig wie die Branchen in denen Einzelhandelskaufleute arbeiten.

Benötigt werden die Fachkräfte vor allem in Discountern, Supermarktketten, Kiosken, Tankstellen, Textilkaufhäusern und in Elektronikfachmärkten.

Ferner können diese bei Haustürgeschäften und in Märkten oder aber im stationären Handel zum Einsatz kommen.

Weitere Einsatzbereiche sind der Versandhandel oder auch die Bereiche Tele-Shopping und E-Commerce.

Auch im Bereich öffentlicher Dienst werden Einzelhandelskaufleute beschäftigt. Die Einstiegschancen für Azubis im Einzelhandel fallen somit in vielen Regionen Deutschlands angesichts des hohen Bedarfs außerordentlich gut aus.

  

Einstiegschancen und Zukunftsperspektiven

Insgesamt 160.000 Menschen in über 30 Berufen werden so jedes Jahr ausgebildet. Diese sollen auch in Zukunft die Versorgung von mehr als 80 Millionen deutschen Bundesbürgern sicherstellen.

Nicht zuletzt zeigt der IHK-Fachkräftemonitor, dass gut jedes vierte Handelsunternehmen im Fachkräftemangel eine Bedrohung für die Branche sieht. Eine Beschäftigungsstudie fiel zuletzt positiv aus - mehr als vier von fünf Angestellten bewerten ihren Job als gut oder gar sehr gut.

Besonders hervorgehoben werden dabei die Aspekte Work-Life-Balance, Arbeitszeit, Autonomie/Übernahme von Verantwortung sowie der Kontakt zu Menschen/Kunden.

Über 80 Prozent der Angestellten sind zudem mit ihrem Arbeitgeber zufrieden oder sehr zufrieden.


 

Weiterbildungsmöglichkeiten / Studium

Um sich für den nächsten Karrieresprung zu empfehlen, stehen Einzelhandelskaufleuten unterschiedliche Weiterbildungsmaßnahmen offen. Folgende stehen zur Auswahl:

 

Weiterbildung zum Handelsfachwirt

Hierbei handelt es sich um eine beliebte und oft an erster Stelle stehende Fortbildungsmaßnahme.

Die Qualifizierung erfolgt anhand nebenberuflicher Unterrichtsstunden an einer Handelsschule. Im Rahmen der Theoriephasen werden den Teilnehmern tiefergehende betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt.

Ferner existiert die Möglichkeit, sich auf einen ganz bestimmten Bereich zu spezialisieren und eine Zusatzprüfung abzulegen.

 

Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt IHK

Diese von der Industrie- und Handelskammer angebotene Zusatzqualifikation findet in Voll- oder Teilzeit an einer Fachschule statt. Die Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt IHK setzt neben einer kaufmännischen Ausbildung im Einzelhandel auch ein Jahr Berufserfahrung voraus.

 

Duales Studium

Wer neben dem Ausbildungsabschluss auch (Fach-)Abitur vorweisen kann, dem stehen die Türen für ein duales Bachelorstudium an einer Hochschule mit Schwerpunkt Handel offen.

Einige Fachhochschulen bieten parallel dazu auch Studiengänge, die kein Abitur voraussetzen.

Durch die Vermittlung tiefgehender branchenspezifischer sowie betriebswirtschaftlicher Aspekte, wird eine ideale Basis für die Übernahme von Führungspositionen geschaffen.

 

Einzelhandelskaufmann - was danach?

Im Anschluss an die Ausbildung bieten sich auch zahlreiche innerbetriebliche Qualifikations- und Aufstiegsmöglichkeiten an. Je nach innerbetrieblicher Organisationsstruktur und Betriebsform des Unternehmens sind verschiedene Karrierestufen möglich.

 

Vom Einzelhandelskaufmann zum Filialeiter?

Neben guten Leistungen in der Firma verlangt der innerbetriebliche Aufstieg, wie zum Beispiel zum Filialleiter auch die Teilnahme an den entsprechenden Aufstiegsweiterbildungen. Diese sind eine essentielle Voraussetzung, um sich in Zukunft für die Übertragung von Führungsverantwortung zu empfehlen.

 

Die Möglichen Positionen zum innerbetrieblichen Aufstieg

Nachdem du deine Lehre als Einzelhandelskaufmann erfolgreich abgeschlossen hast, stehen dir viele Möglichkeiten zum Aufstieg zur Verfügung.

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Positionen zwischen dem Oberem Management (Geschäftsführer, Zentraleinkäufer, Filialleiter, Bereichsleiter), dem Mittlerem Management (Verwaltungs- und Personalleiter, Abteilungsleiter) sowie dem Unterem Management (Substitut, Erstverkäufer)

 

Der Filialleiter & Geschäftsführer

Dieser trägt als Vorgesetzter des gesamten Personals die Verantwortung für den Erfolg einer Filiale oder des gesamten Unternehmens. Neben hervorragenden Branchenkenntnissen sind auch umfassende sowie solide betriebswirtschaftliche Kenntnisse vonnöten.

 

Der Zentraleinkäufer

Eine Position, die in Filial- und Großunternehmen vergeben wird. Die Person untersteht unmittelbar der Geschäftsführung und ist für den Großeinkauf bestimmter Artikelgruppen zuständig.

 

Der Abteilungsleiter

Das Aufgabenfeld sowie die Position von Abteilungsleitern sind von der Betriebsform sowie der Branche des Unternehmens abhängig. Sie unterstehen in großen Warenhausketten oder Filialunternehmen dem Filial-, Verkaufs- oder Einkaufsleiter, in kleineren Betrieben hingegen direkt dem Unternehmer beziehungsweise Geschäftsführer.

Deren Verantwortlichkeit erstreckt sich auf den Umsatz und Ertrag ihrer Abteilung sowie die Führung und den effizienten Einsatz der ihnen unterstellten Mitarbeiter. Ferner bestimmen Abteilungsleiter für ihren Bereich die Sortimentspolitik und tragen dafür Sorge, dass den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden entsprochen wird.

 

Ein Substitut

Was ist ein Substitut im Einzelhandel? Konkret handelt es sich hierbei um den direkten Mitarbeiter sowie den Stellvertreter des Abteilungsleiters. Verantwortlich ist dieser für Verwaltungstätigkeiten, die Koordination des Verkaufspersonals sowie die Warenlagerung und -pflege. Substitute existieren in nahezu allen Betriebsformen und Branchen.

 

Der Erstverkäufer

Für diese Position werden eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie einschlägige Berufserfahrung vorausgesetzt. Erstverkäufer unterstützen die Abteilungsleitung und sind innerhalb der Abteilung für einen festgelegten Warenbereich zuständig. Auch diese Position gibt es in fast allen Betriebsformen und Branchen.

Eine weiter Option ist in die Lehre zu gehen. Der Lehrberuf ist vor allem aufgrund des breiten Einsatzfeldes sowie der zahlreichen Möglichkeiten, die sich im Anschluss an eine Lehre bieten, ebenfalls sehr attraktiv und beliebt.


  

Quereinstiegsmöglichkeiten & Umschulung

Wer eine andere kaufmännische Ausbildung (z.B. Versicherungs-, Reiseverkehrskaufmann etc.) abgeschlossen hat, kann sich nachträglich zum Einzelhandelskaufmann umschulen lassen. Wer die Umschulungsmöglichkeiten  wahrnimmt, kann mit einem kürzeren Lehrgang von etwa 2 Jahren rechnen, inklusive eines Betriebspraktikums.

Grundsätzlich bleibt eine Umschulung niemandem verschlossen. Viele Arbeitgeber fordern jedoch zumindest einen Schulabschluss sowie angemessene Deutschkenntnisse.

Die Fortbildung zum Fachwirt für E-Commerce eignet sich etwa nicht nur als Aufstiegsoption, sondern ist bestens auch für Quereinsteiger geeignet. Dies gilt insbesondere für Interessenten aus IT-affinen Branchen. Auch ehemalige Abbrecher können unter Umständen die Ausbildung nachholen.


 

Verwandte Berufe & Ähnliche Jobs

Wer eine kaufmännische Ausbildung absolvieren, jedoch von einer Lehre zur Einzelhandelskauffrau nicht überzeugt ist, kann sich auf verwandte Berufsfelder bewerben. Zu diesen zählen insbesondere:

Gegenüber Bürokaufleuten steht bei Einzelhandelskaufleuten in der Regel ein deutlich stärkerer Austausch mit Kunden im Fokus.
 


 

Schluss & Fazit

Der Beruf des Einzelhandelskaufmanns fällt äußerst vielschichtig aus. Die Aufgaben reichen dabei von der Kundenberatung und Kassenabrechnung über die verkaufsfördernde Präsentation von Produkten und Warenbestellung bis hin zur Sortimentsgestaltung und Marketingmaßnahmen.

An eine Ausbildung werden vergleichsweise geringe Voraussetzungen geknüpft, sodass Bewerber mit mittlerer Reife gute Chancen haben, sofern du den Kontakt zum Kunden nicht scheust und Interesse an wirtschaftlichen Vorgängen hast.

Nach einer Ausbildung von 3 Jahren, die dual in Berufsschule und Betrieb erfolgt, steht dem Berufsstart nach bestandener Abschlussprüfung nicht mehr im Wege. Der Einstieg erfolgt zu einem Bruttogehalt von etwa 1.800 Euro, wobei in Führungspositionen Spitzengehälter von mehr als 100.000 Euro winken.

Vielversprechend sind auch die Aufstiegschancen, die sich anhand unterschiedlicher Weiterbildungsmaßnahmen zusätzlich eröffnen.

Auch Quereinsteigern steht der Beruf der Einzelhandelskauffrau offen. Für die Branche sprechen nicht zuletzt die hervorragenden Zukunftschancen. Schließlich werden die Fachkräfte seitens Arbeitgebern unterschiedlicher Fachrichtung laufend nachgefragt.

Weiterführende Informationen & Quellen

Arbeitsagentur Jobprofil Einzelhandelskauffrau
Zeitungsartikel "Karriere im Einzelhandel" der Süddeutschen
Branchenreport PDF von einzelhandel.de

Aktuelle Stellenangebote

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